Helen on politics and social media in German

Author Helen Margetts spoke to Hendrik Lehmann of Digital Present on the opportunities and risks for politics in the age of social media. The article, in German, is available on the website of Digital Present.

Für eine bessere Politik müssen wir Forderungen an Facebook und Twitter stellen

Die Oxford-Professorin Helen Margetts spricht im Interview über Chancen und Risiken von Politik im Zeitalter von Social Media.

Frau Margetts, in Ihrem Buch »Political Turbulence« argumentieren Sie, dass sich politische Systeme, ähnlich wie das Wetter, immer chaotischer verhalten. Warum?

Zum einen generieren politische Systeme heute in einer Art Daten, wie sie es vorher nie getan haben. Noch wichtiger für unser Argument jedoch ist, dass Social Media sehr kleine Akte der politischen Teilhabe ermöglichen. Das ist neu. Davor war Politik viel schwerfälliger. Man musste einer Partei beitreten, auf die Straße gehen oder an Türen klopfen. Aufwendige Akte. In den sozialen Medien hingegen kann man sehr kleine Dinge tun, ein Like, ein Share, das geht schnell. Die Dynamiken, die das zusammen ergibt, scheinen sich mehr wie chaotische Natursysteme zu verhalten. Deswegen habe ich das Buch unter anderem mit einem Physiker geschrieben.

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